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Europäisches Patentübereinkommen (EPÜ)

Definition

Abkommen über die Erteilung europäischer Patente und weiterer Nebenabkommen. Das Abkommen ist ein multilateraler völkerrechtlicher Vertrag.

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    Ausführliche Definition

    Abkommen über die Erteilung europäischer Patente vom 5.10.1973 (BGBl. 1976 II 826) m.spät.Änd. nebst Ausführungsordnung vom 5.10.1973 (BGBl. 1976 II 915) m.spät.Änd., Protokoll über die Auslegung des Art. 69 des Übereinkommens vom 5.10.1993 (BGBl. 1976 II 1000) und weiteren Nebenabkommen. Das Abkommen ist ein multilateraler völkerrechtlicher Vertrag, der zugleich ein Sonderabkommen im Sinn von Art. 19 der Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums (PVÜ) und einen regionalen Patentvertrag im Sinn von Art. 45 I Patent Cooperation Treaty (PCT) darstellt, in Kraft für die Bundesrepublik Deutschland seit dem 7.10.1977. Das Abkommen schafft ein für alle beteiligten Staaten einheitliches Verfahren für die Erteilung europäischer Patente unter einheitlichen Voraussetzungen der Patentierbarkeit und der Patentfähigkeit. Zu diesem Zweck ist die Europäische Patentorganisation mit dem Europäischen Patentamt (EPA) errichtet worden (Art. 5–51 EPÜ). Das Abkommen enthält in Art. 52 ff. materielles Patentrecht, das dem Straßburger Patentübereinkommen zur Vereinheitlichung gewisser Begriffe des materiellen Rechts der Erfindungspatente vom 27.11.1963 entnommen ist und sich im Wesentlichen mit dem dt. Patentgesetz (PatG) deckt, das durch das Gesetz über internationale Patentübereinkommen vom 21.7.1976 (BGBl. II 649) auf der Grundlage des Straßburger Übereinkommens novelliert wurde, um sicherzustellen, dass deutsche Patente nicht in wesentlichen Punkten anderen Regelungen unterworfen sind als europäische Patente. Das Abkommen trifft Bestimmungen über die Umwandlung einer europäischen in eine nationale Patent- oder Gebrauchsmusteranmeldung (Art. 135–137, 140 EPÜ), die Nichtigerklärung (Art. 138 EPÜ) und das Verhältnis europäischer und nationaler Rechte zueinander (Art. 139). In Art. 142 ff. EPÜ sind die Grundlagen für das Gemeinschaftspatent gelegt, Art. 150 ff. EPÜ regeln das Zusammenwirken von EPÜ und PCT.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Astrid Meckel
      Oberlandesgericht Frankfurt am Main
      Richterin am Oberlandesgericht Frankfurt am Main

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Das EPÜ ist ein Gebilde des Völkerrechts und geht auf den am 5. Oktober 1973 in München geschlossenen multilateralen Staatsvertrag über die Erteilung europäischer Patente zurück, zu dessen Beitritt gem. Art. 166 EPÜ nur europäische Staaten …
      Das EPÜ ist ein Gebilde des Völkerrechts und geht auf den am 5. Oktober 1973 in München geschlossenen multilateralen Staatsvertrag über die Erteilung europäischer Patente zurück, zu dessen Beitritt gem. Art. 166 EPÜ nur europäische Staaten ermächtigt
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