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Fremdkapital

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Kreditkapital, Schulden. 1. Begriff: Bezeichnung für die in der Bilanz ausgewiesenen Schulden der Unternehmung (Verbindlichkeiten und Rückstellungen), die rechtlich entstanden oder wirtschaftlich verursacht sind.

    Gegensatz: Eigenkapital.

    2. Ausweis: a) Einzelunternehmen und Personengesellschaften haben ihr Fremdkapital gesondert auszuweisen und hinreichend (Mindestgliederung „Verbindlichkeiten” und „Rückstellungen”) aufzugliedern (§ 247 I HGB).

    b) Für Kapitalgesellschaften besteht eine detaillierte Aufgliederungspflicht (§ 266 III HGB).

    Vgl. auch Verbindlichkeiten, Verbindlichkeitenspiegel.

    3. Wirtschaftliche Bedeutung: Fremdkapital dient der Finanzierung des Unternehmensvermögens. Der Fremdkapitalgeber ist an der Unternehmung nicht beteiligt, er ist Gläubiger (vgl. jedoch Wandelschuldverschreibungen), der einen Anspruch auf Rück- bzw. Auszahlung (Tilgung) und ggf. Zinszahlung hat. Das Fremdkapital wird der Unternehmung durch den Fremdkapitalgeber langfristig (Anleihen, Hypotheken etc.) bzw. mittel- oder kurzfristig zur Verfügung gestellt oder entsteht aus dem Umsatzprozess (z.B. Verpflichtungen aus Ertragsteuern, Provisionsverpflichtungen u.Ä.).

    Zur Substitution von Fremdkapital durch Leihe oder Miete von Sachwerten vgl. Leasing.

    4. Beurteilung: Fremdfinanzierung, Finanzierungsgrundsätze, Finanzierungsregeln

    5. Steuerliche Behandlung: Schulden.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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