Direkt zum Inhalt

Gewinnplanung

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Allgemeines: Die Gewinnplanung resultiert aus einer geschlossenen Planungsrechnung, die - ausgehend vom Absatzplan (wenn dieser - wie i.d.R. der Fall - der Engpassbereich ist)

    alle betrieblichen Teilpläne zusammenfasst. Der Planungszeitraum für die Gewinnplanung ist i.d.R. ein Jahr, untergliedert in Monatspläne. Das Ergebnis der Gewinnplanung ist der nach Erzeugnissen differenzierte Gewinnplan als Unterlage für die Geschäftsleitung zur Lösung aller gewinnbestimmenden Entscheidungsprobleme. Voraussetzungen für eine wirkungsvolle Gewinnplanung sind u.a. eine sorgfältige Produktions- und Absatzplanung sowie eine ausgebaute Kosten- und Erlösrechnung.

    Vgl. auch Planbilanz.

    2. Durchführung: a) Planung des Gewinns: Wegen der Interdependenz der betrieblichen Teilpläne mit ihren Einzeldaten und Sonderentscheidungen ist die praktische Gewinnplanung zunächst nur näherungsweise zu erreichen. Die Gewinnplanung wird daher meistens stufenweise, beginnend mit dem Absatzplan, aus den jeweils vorgeschalteten Teilplänen aufgebaut. Aus den so ermittelten Absatzmengen, Marktpreisen und geplanten proportionalen Selbstkosten je Erzeugniseinheit lassen sich die Deckungsbeiträge ableiten, die stufenweise vermindert um den Block der Fixkosten (Deckungsbeitragsrechnung, Fixkostendeckungsrechnung) den Plan-Nettogewinn ergeben. Die Einzelpläne müssen mehrmals berechnet werden, wenn Interdependenzen berücksichtigt werden (revolvierende Planung). Die Berechnungen ergeben eine annähernd optimale Abstimmung der Teilbereiche. Die so ermittelten Pläne werden mit den verantwortlichen Stellen vereinbart und durch monatliche Abweichungsanalysen kontrolliert.
    b) Soll-Ist-Vergleich des Gewinns: dient der monatlichen Abweichungsanalyse in der Gewinnplanung. Er wird zweckmäßigerweise differenziert, z.B. nach Artikeln oder Artikelgruppen und Absatzgebieten durchgeführt. Die Analyse erstreckt sich v.a. auf die Einflussgrößen mengenmäßiger Gesamtabsatz, Veränderungen der Sortimentszusammensetzung, Abweichungen im Preisniveau und in der Kostenstruktur.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Gewinnplanung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/gewinnplanung-35419 node35419 Gewinnplanung node36305 Fixkostendeckungsrechnung node35419->node36305 node29843 Deckungsbeitragsrechnung node35419->node29843 node42922 Planbilanz node35419->node42922 node27166 Deckungsbeitrag node35419->node27166 node39140 Interdependenz node35419->node39140 node42510 Restdeckungsbeitrag node42510->node27166 node47700 Teilkostenrechnung node36305->node47700 node33359 fixe Kosten node36305->node33359 node36305->node27166 node29646 Direct Costing node36305->node29646 node42021 relative Deckungsbeitragsrechnung node42021->node29843 node45680 retrograde Erfolgsrechnung node45680->node29843 node34038 Erfolgsspaltung node34038->node29843 node29843->node33359 node40156 Kostendeckungsbeitrag node40156->node27166 node39717 Konzerndeckungsbeitrag node39717->node27166 node34480 Einzelkostenrechnung node31732 Absatzplan node42922->node31732 node34199 Finanzplan node42922->node34199 node38522 Investitionsplan node42922->node38522 node32671 Gesamtplanung node42922->node32671 node27166->node34480 node44500 Schumpeter node44500->node39140 node45976 Regionalorganisation node45976->node39140 node35511 Entscheidungsprozess node35511->node39140 node46722 organisatorische Einheit node39140->node46722
      Mindmap Gewinnplanung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/gewinnplanung-35419 node35419 Gewinnplanung node42922 Planbilanz node35419->node42922 node39140 Interdependenz node35419->node39140 node27166 Deckungsbeitrag node35419->node27166 node29843 Deckungsbeitragsrechnung node35419->node29843 node36305 Fixkostendeckungsrechnung node35419->node36305

      News SpringerProfessional.de

      • "Freibeträge in Abfindungsregelungen wieder einführen"

        Seit 1. Januar gilt die Institutsvergütungsverordnung (IVV). Mit ihr wurden in erster Linie die Anforderungen der Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA für eine solide Vergütungspolitik in deutsches Recht umgesetzt. Wie sich das auf die Personal- und Abfindungsstrategien bei den Banken auswirkt, erklärt Jurist Christoph Abeln im Interview.

      • So teuer wird der Fachkräftemangel

        Dass der Fachkräftemangel die deutsche Wirtschaft bremst, ist nicht neu. Allerdings war bislang nicht klar, wie sehr fehlendes Personal zu Buche schlägt. Einer Studie zufolge drohen bis zum Jahr 2030 wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. 

      • KMU zögern bei tiefgreifender Digitalisierung

        Der digitale Wandel wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben das nicht vollends erkannt, weshalb sie sich auf die Optimierung einzelner interner Prozesse versteifen.

      • Welche Themen CFOs 2018 bewegen

        Die Wirtschaftslage für deutsche Unternehmen ist gut. Dennoch gibt es einige Themen, die CFOs Kopfzerbrechen bereiten. Was steht auf der Agenda der Finanzvorstände ganz oben für die kommenden Monate?

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber
      WHU – Otto Beisheim School of Management,
      Institut für Management und Controlling
      ICM
      Direktor
      Dr. Barbara Wischermann
      Universität Bochum,
      FB Wirtschaftswissenschaft
      OStR.i.H.

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Die lineare Planungsrechnung (lineare Programmierung) ist das wichtigste Instrument des Operations Research. Mit „OperationsResearch“ wird die Anwendung mathematischer Methoden zur Vorbereitung optimaler Unternehmensentscheidungen bezeichnet.
      Die Firma Dralle GmbH ist ein mittel-ständisches Unternehmen, das weltweit auf dem Sektor der Haarpflege aktiv ist. Die notwendige Nahe zu dem von hoher Werbeintensität und oligopolistischer Struktur gekennzeichneten Markt verleiht einem …
      Der Beitrag geht der Frage nach, wie der Entrepreneur unternehmerische Entscheidungen – wie die der Gründung oder einer grundlegenden Innovation – rational treffen kann. Während beim Manager, so wie ihn die Managementlehre sieht, grundsätzlich …

      Sachgebiete