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Hierarchienachteile

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Nachteile, die durch falsche Anreize oder Bürokratieversagen, die sich bei unternehmensinterner Koordination entwickeln können, entstehen.

    1. Falsche Anreize: Eine Integration von Transaktionen in die Unternehmung hat i.d.R. zur Konsequenz, dass auf die Transaktionspartner nicht mehr die hochwirksamen punktuellen Anreize des Marktes einwirken, sondern Sammelanreize, die das durchschnittliche Verhalten im Laufe einer längeren Kette von Transaktionen und damit eine im Zeitablauf verlässliche Leistung honorieren. Solche Sammelanreize innerhalb von Hierarchien können sich nachteilig auswirken, wenn es bei einem Transaktionspartner darauf ankommt, sich bietende Gelegenheiten schnell wahrzunehmen und innovationsfreudig zu sein. In solchen Fällen sollte von einer vertikalen Integration der betreffenden Transaktionen abgesehen werden.

    2. Bürokratieversagen: In hierarchischen Organisationen besteht die Gefahr, dass Bürokraten Nebenziele (z.B. die Steigerung des Mitarbeiterstabes, des Einkommens und der Verfügungsgewalt) verfolgen und das eigentliche Ziel einer effizienten Bereitstellung der politisch bestimmten Menge und Art an öffentlichen Gütern vernachlässigen. Zudem streben Bürokraten danach, dass auch unproduktiv gewordene Mitarbeiter langfristig in der Organisation verbleiben. Das sog. Senioritätsprinzip in Verwaltungen sieht z.B. eine Aufstiegs- und Beförderungsmöglichkeit allein in Abhängigkeit der Zugehörigkeit vor. Hierzu kommt es v.a. dann, wenn sich überflüssige Abteilungen oder Mitarbeiter gegenseitig unterstützen (Logrolling).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Apl. Prof. Dr. Dr. Helge Peukert
      Universität Siegen, Masterstudiengang Plurale Ökonomik

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Sachgebiete