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Hierarchienachteile

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Nachteile, die durch falsche Anreize oder Bürokratieversagen, die sich bei unternehmensinterner Koordination entwickeln können, entstehen.

    1. Falsche Anreize: Eine Integration von Transaktionen in die Unternehmung hat i.d.R. zur Konsequenz, dass auf die Transaktionspartner nicht mehr die hochwirksamen punktuellen Anreize des Marktes einwirken, sondern Sammelanreize, die das durchschnittliche Verhalten im Laufe einer längeren Kette von Transaktionen und damit eine im Zeitablauf verlässliche Leistung honorieren. Solche Sammelanreize innerhalb von Hierarchien können sich nachteilig auswirken, wenn es bei einem Transaktionspartner darauf ankommt, sich bietende Gelegenheiten schnell wahrzunehmen und innovationsfreudig zu sein. In solchen Fällen sollte von einer vertikalen Integration der betreffenden Transaktionen abgesehen werden.

    2. Bürokratieversagen: In hierarchischen Organisationen besteht die Gefahr, dass Bürokraten Nebenziele (z.B. die Steigerung des Mitarbeiterstabes, des Einkommens und der Verfügungsgewalt) verfolgen und das eigentliche Ziel einer effizienten Bereitstellung der politisch bestimmten Menge und Art an öffentlichen Gütern vernachlässigen. Zudem streben Bürokraten danach, dass auch unproduktiv gewordene Mitarbeiter langfristig in der Organisation verbleiben. Das sog. Senioritätsprinzip in Verwaltungen sieht z.B. eine Aufstiegs- und Beförderungsmöglichkeit allein in Abhängigkeit der Zugehörigkeit vor. Hierzu kommt es v.a. dann, wenn sich überflüssige Abteilungen oder Mitarbeiter gegenseitig unterstützen (Logrolling).

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      Mindmap Hierarchienachteile Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/hierarchienachteile-32126 node32126 Hierarchienachteile node43756 Senioritätsprinzip node32126->node43756 node45206 öffentliches Gut node32126->node45206 node47344 Transaktion node32126->node47344 node44593 punktuelle Anreize node32126->node44593 node43672 Sammelanreize node32126->node43672 node48587 Transaktionskostenökonomik node32126->node48587 node33130 Individualgut node46805 Senioritätsentlohnung node51299 Fringe Benefits node50206 Umweltzertifikat node43756->node46805 node43756->node51299 node43756->node50206 node31119 Arbeitsmarkttheorien node43756->node31119 node38692 Infrastrukturpolitik node38692->node45206 node38124 Marktwirtschaft node38124->node45206 node44943 staatswirtschaftliche Planung node44943->node45206 node45206->node33130 node47344->node48587 node29046 Anreiz node29046->node43672 node41366 Kommissionär node41026 Makler node44593->node47344 node44593->node41366 node44593->node41026 node44593->node43672 node43672->node47344 node49432 Transaktionskostentheorie der Unternehmung node49432->node47344
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Apl. Prof. Dr. Dr. Helge Peukert
      Universität Siegen, Masterstudiengang Plurale Ökonomik

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Sachgebiete