Direkt zum Inhalt

industrielles Rechnungswesen

Definition

zusammenfassende Bezeichnung für das Rechnungswesen der Industrieunternehmungen. Das industrielle Rechnungswesen wird traditionell in Buchführung, Kostenrechnung, industriebetriebliche Statistik und Planung unterteilt.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Buchführung und Bilanz
    2. Kostenrechnung
    3. Industriebetriebliche Statistik
    4. Planung

    zusammenfassende Bezeichnung für das Rechnungswesen der Industrieunternehmungen. Das industrielle Rechnungswesen wird traditionell in Buchführung, Kostenrechnung, industriebetriebliche Statistik und Planung unterteilt.

    Buchführung und Bilanz

    1. Aufbau: Dieser Teil des industriellen Rechnungswesens umfasst die Finanzbuchhaltung und die Betriebsbuchhaltung sowie die aus der Buchhaltung unter Einbeziehung der Inventur entwickelte Jahresbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ggf. einschließlich Anhang und Lagebericht bzw. die entsprechenden Instrumente der Konzernrechnungslegung. Die normierte Ausrichtung dieser Rechen- und Erläuterungswerke auf die Erfordernisse der Industrieunternehmungen ist in der Wirtschaftspraxis aus zwei Gründen weit entwickelt:
    (1) Der Gesetzgeber des Dritten Buches des HGB hat sich unausgesprochen am Modell des Industriebetriebes ausgerichtet; v.a. die Bilanzgliederung (§ 266 HGB) und die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 HGB) orientieren sich am typischen Produktionsprozess einer Industrieunternehmung.
    (2) Der Industrie-Kontenrahmen (IKR) bietet Industrieunternehmungen - gleich welcher Branche, Größe und Rechtsform - Anregungen zur Aufstellung individueller, aber doch gleich strukturierter Kontenpläne.

    2. Aufgaben dieser Teile des industriellen Rechnungswesens:
    (1) Information,
    (2) Rechenschaftslegung,
    (3) Ergebnisfeststellung.

    Vgl. auch Jahresbilanz.

    Kostenrechnung

    Industrielle Produktionsprozesse waren seit den Anfängen der Kostenrechnung bestimmend für Aufbau, Teilgebiete, Verfahren und Abrechnungsprinzipien des internen Rechnungswesens. Die derzeit in den Lehrbüchern dargestellte Kostenrechnung ist weitestgehend eine industrielle Kostenrechnung.

    Industriebetriebliche Statistik

    Vergleichsrechnung für innerbetriebliche Vorgänge, v.a. zur Kostenkontrolle.

    Beispiel: Verhältniszahlen oder Abweichungen von Richtzahlen für Warenverbrauch, Löhne, Gehälter, Beschäftigungszahlen, Verkaufsmengen und -erlöse, Rohgewinn, Reingewinn

    im Verhältnis zum Umsatz bzw. zu einem Durchschnittsumsatz.

    Vgl. auch betriebswirtschaftliche Statistik.

    Planung

    Heranzuziehen sind die industriebetriebliche Statistik sowie die Ergebnisse von Buchführung und Kostenrechnung: a) für das Gesamtunternehmen in einem Zeitabschnitt, b) für Abteilungen wie Fertigung, Einkauf, Absatz, Finanzierung etc. Nach Ablauf einer Periode (Monat, Vierteljahr, Geschäftsjahr) werden dem Planungssoll die effektiven Zahlen der Buchhaltung gegenübergestellt.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap industrielles Rechnungswesen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/industrielles-rechnungswesen-38473 node38473 industrielles Rechnungswesen node38698 Inventur node38473->node38698 node29068 Betriebsbuchhaltung node38473->node29068 node45136 Rechnungswesen node38473->node45136 node35714 Finanzbuchhaltung node38473->node35714 node38046 Industrieunternehmung node38473->node38046 node38508 internes Rechnungswesen node38473->node38508 node37373 Lagerbuchführung node37373->node35714 node47002 unfertige Erzeugnisse node47002->node38698 node35249 Großhandelskontenrahmen node35249->node38698 node36082 effektive Inventur node38698->node36082 node40316 kalkulatorische Buchhaltung node40316->node29068 node41411 Kostengutschriften node41411->node29068 node27305 Abstimmungsbogen node27305->node29068 node29068->node35714 node46791 pagatorisch node46791->node35714 node50508 Zweisystem node50508->node35714 node31477 Bilanz node47916 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) node45136->node47916 node35714->node31477 node33512 Handwerksbetrieb node27872 Dienstleistungsunternehmen node28662 Dienstleistungen node42040 Produktion node38046->node33512 node38046->node27872 node38046->node28662 node38046->node42040 node47011 Verwaltung node47011->node45136 node48088 Wirtschaftlichkeitserlass node48088->node45136 node38508->node45136 node46497 Schlussbilanz node46497->node38698
      Mindmap industrielles Rechnungswesen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/industrielles-rechnungswesen-38473 node38473 industrielles Rechnungswesen node45136 Rechnungswesen node38473->node45136 node38046 Industrieunternehmung node38473->node38046 node35714 Finanzbuchhaltung node38473->node35714 node29068 Betriebsbuchhaltung node38473->node29068 node38698 Inventur node38473->node38698

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Barbara Wischermann
      Universität Bochum,
      FB Wirtschaftswissenschaft
      OStR.i.H.
      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands
      Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber
      WHU – Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling (IMC)
      Direktor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Im industriellen Rechnungswesen eignet sich die Tabellenkalkulation für alle Aufgaben, bei denen Berechnungen anzustellen sind.
      Bevor wir mit dem Kapitel „Requirements“ beginnen, ist es erforderlich, dem Leser mit einer kurzen Übersicht noch einmal die Struktur des ISA 315 bewusst zu machen. Um ihn einzustimmen, nehmen wir eine Anleihe bei der Oper auf und weisen darauf …
      B‐to‐B‐Marke und B‐to‐B‐Markenführung sind sowohl in der Praxis als auch in der Wissenschaft noch relativ junge Felder. Der Beitrag erläutert zunächst die ökonomische Relevanz von B‐to‐B‐Marken und klärt die Begriffe B‐to‐B‐Marke und …

      Sachgebiete