Direkt zum Inhalt

WHO

Definition

Vorläufer war die internationale Sanitätskonferenz in Paris 1851 und die sich daraus ergebenden internationalen Sanitätsabkommen 1926, 1933 und 1944. Die Satzung der WHO wurde am 22.7.1946 von 61 Staaten unterzeichnet und die WHO Interim Commission errichtet. Am 7.4.1948 trat sie durch Ratifizierung von 26 Mitgliedern in Kraft (7. April daher Weltgesundheitstag).

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Abk. für World Health Organization, Weltgesundheitsorganisation; gegründet 1948.
    Sitz: Genf.
    Mitglieder (2016): 194 (Bundesrepublik Deutschland seit 1961); Sonderorganisation der UN.

    1. Entstehung: Vorläufer war die internationale Sanitätskonferenz in Paris 1851 und die sich daraus ergebenden internationalen Sanitätsabkommen 1926, 1933 und 1944. Die Satzung der WHO wurde am 22.7.1946 von 61 Staaten unterzeichnet und die WHO Interim Commission errichtet. Am 7.4.1948 trat sie durch Ratifizierung von 26 Mitgliedern in Kraft (7. April daher Weltgesundheitstag).

    2. Organe: Weltgesundheitskonferenz, die jährlich zusammentritt aus Vertretern aller Mitgliedsstaaten; Exekutivrat: Fachleute aus 31 Mitgliedsstaaten; Sekretariat mit sechs regionalen Zweigorganisationen und einem Verbindungsbüro bei der UN; beratender Ausschuss für medizinische Forschung und mehrere Sachverständigengremien. Als autonomes Organ im Rahmen der WHO wurde 1965 die internationale Krebsforschungsstelle in Lyon eingerichtet.

    3. Ziele: Bekämpfung von Krankheiten und Gebrechen, Herbeiführung des völligen, körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens der Völker (laut Satzung); Zusammenarbeit aller auf diesem Gebiet tätigen Personen und Dienststellen; Förderung der wissenschaftlichen Forschung, der Berufsausbildung; Hilfestellung für Mitgliedsländer bei dem Ausbau des Gesundheitsdienstes.

    4. Aufgaben und Arbeitsergebnisse: Koordinierungszentrale für die internationale Gesundheitsarbeit; Unterstützung der Regierungen bei der Entwicklung eines nationalen Gesundheitsdienstes; Bereitstellung technischer Hilfe, auch in Krisenfällen; Überwachung und Bekämpfung epidemischer, endemischer u.a. Krankheiten; Fürsorge für Mutter und Kind; Förderung und Durchführung von Forschungsarbeiten auf allen Gebieten des Gesundheitswesens; Erarbeitung verbesserter Standards für Lehre und Ausbildung in Gesundheitsberufen; Entwicklung internationaler Programme, z.B. Einführung internationaler Standards für Arzneimittelbezeichnungen, Entwicklung lokaler Voraussetzungen für den Aufbau eines Gesundheitsdienstes. Einzelaktivitäten der WHO sind z.B. das weltweite Meldesystem gegen Grippeepidemien und die Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen gegen neue Erreger im Rahmen des erweiterten Impfprogramms.

    Arbeitsbereiche: Seuchenwarndienst, Rauschmittelbekämpfung, Standardisierung von Heilmitteln, internationale medizinische Forschung, Ausrottung von Massenkrankheiten (Malaria), Ausbildungshilfe für medizinisches Personal, Tagungen medizinischer Experten.

    Einzelprojekte: Unterstützung nationaler Maßnahmen in Planung und Durchführung des Aufbaus von Gesundheitsfürsorge.

    5. Bewertung: Bes. Erfolge verzeichnete die WHO in der Bekämpfung von Seuchen. Beim Abbau des Stadt-Land-Gefälles der gesundheitlichen Versorgung und des Gesundheitsdienstunterschiedes zwischen den Ländern war sie kaum erfolgreich. Während anfänglich die Gesundheitsdienstleistungen kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, werden neuerdings geringe Eigenbeiträge der Armen in der Dritten Welt erwartet.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap WHO Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/who-48512 node48512 WHO node47960 UN node48512->node47960 node34513 Gesundheitswesen node48512->node34513 node35278 FAO node35278->node48512 node46194 Sonderorganisationen der UN node46194->node48512 node34617 IAEA node34617->node48512 node34617->node35278 node34617->node46194 node35808 EAG node34617->node35808 node54477 Gesichtserkennung node31962 Gesundheit node54477->node31962 node54032 Industrie 4.0 node54032->node31962 node51754 gesundheitsbezogene Lebensqualität node51754->node48512 node51754->node31962 node31962->node48512 node31298 Basis-Gesundheitsdienst node30748 Bamako-Initiative node30748->node48512 node30748->node31298 node40013 Neue Weltwirtschaftsordnung node47960->node40013 node30318 Arzneimittelversorgung node44922 sonstige Leistungserbringer node38617 Krankenhaus node54198 Robotik node54198->node34513 node34513->node30318 node34513->node44922 node34513->node38617 node38087 ITO node38087->node47960 node49293 United Nations node49293->node47960 node47916 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) node47916->node47960
      Mindmap WHO Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/who-48512 node48512 WHO node47960 UN node48512->node47960 node34513 Gesundheitswesen node48512->node34513 node30748 Bamako-Initiative node30748->node48512 node31962 Gesundheit node31962->node48512 node34617 IAEA node34617->node48512

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Martin Klein
      Martin-​Luther-​Universität Halle-​Wittenberg,
      Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät,
      Lehrstuhl für Internationale Wirtschaftsbeziehungen

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      The burden of unsafe care is still very high all around the globe. A study conducted in 2012 in African and Middle Eastern Countries reports that in developing countries the incidence of adverse event is 8,2% and of these 83% are preventable. WHO …
      In this first chapter of the book’s second part, I argue that the best way to deal with terrorism is to nip a planned terrorist attack in the bud. One way to do so is by discerning innocent citizens who have a right to be at certain locations from …

      Bücher auf springer.com

      versandkostenfrei von springer.com

      Sachgebiete