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Pflanzen

Definition: Was ist "Pflanzen"?

Pflanzen zählen, wie Tiere, Bakterien und Pilze, zu den Lebewesen. Sie gewinnen über Fotosynthese chemische Energie aus Lichtenergie, die i.d.R. von der Sonne stammt. Wasser und Kohlendioxid werden in Sauerstoff und Kohlenhydrate umgewandelt. Blumen sind ebenso Pflanzen wie Büsche und Bäume. Entsprechend sind Bestandteile etwa Blüten, Stiele, Blätter, Äste und Stämme sowie Wurzeln.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition im Online-Lexikon

    Inhaltsverzeichnis

    1. Allgemein
    2. Entwicklung
    3. Wirtschaftliche Bedeutung
    4. Technik und Robotik
    5. Kritik und Ausblick

    Allgemein

    Pflanzen zählen, wie Tiere, Bakterien und Pilze, zu den Lebewesen. Sie gewinnen über Fotosynthese chemische Energie aus Lichtenergie, die i.d.R. von der Sonne stammt. Wasser und Kohlendioxid werden in Sauerstoff und Kohlenhydrate umgewandelt. Blumen sind ebenso Pflanzen wie Büsche und Bäume. Entsprechend sind Bestandteile etwa Blüten, Stiele, Blätter, Äste und Stämme sowie Wurzeln. Die Botanik ist die Disziplin, die Ontogenese, Metabolismus, Struktur, Wachstum, Bewegung und Kommunikation der Pflanzen erforscht. Auch deren Einbettung in die belebte und unbelebte Natur (mithin die Eignung der Böden), das Verhältnis der Pflanzenwelt (Flora) zur Tierwelt (Fauna) und die wirtschaftliche Nutzung dieser natürlichen Ressourcen sind ihr Thema.

    Entwicklung

    Am Anfang der Entwicklung der Pflanzen standen die Algen. Neben den Bakterien gehörten diese zu den ersten Lebewesen. Vor ca. 500 Millionen Jahren eroberten die Pflanzen das Land und besiedelten fast alle Lebensräume bis zu einer gewissen Höhe (Vegetationsgrenze). Zahlreiche Kreaturen sind auf sie angewiesen, verzehren sie, suchen ihren Schutz, lassen sich Schatten spenden, genießen ihre Schönheit. Etliche Pflanzen wiederum sind von Insekten, Vögeln und Säugetieren für Bestäubung und Vermehrung abhängig. Als Pflanzenfresser werden Tiere bezeichnet, die sich ausschließlich oder fast ausschließlich von Pflanzen ernähren, im Gegensatz zu den Fleischfressern. Bei Menschen spricht man von Veganern bzw. Vegetariern (die keine Tiere, aber womöglich Tierprodukte essen).

    Wirtschaftliche Bedeutung

    Die Züchtung und der Anbau von Pflanzen vermindern die Abhängigkeit von der Wildnis. Der Jäger und Sammler wird mehr und mehr vom Bauern verdrängt, der sich wiederum – wenn er für mehr als den Eigenbedarf produziert – durch den Händler seinen Absatz sichern kann. Die Wirtschaft in ihrer ursprünglichen Ausprägung entsteht. Nutzpflanzen können nicht nur als solche oder in Form ihrer Früchte und Samen der Ernährung, sondern auch der Herstellung von Kleidungsstücken, Schuhwerk und Behältnissen dienen. Mit Holz fertigt man Häuser und Möbel an und unterhält man Lagerfeuer und Öfen. Kohle, umgewandelte Vegetation der Karbonzeit, ist wichtig für die Energiegewinnung, ebenso Erdöl, das sich aus Überresten von Tieren und Pflanzen gebildet hat.

    Technik und Robotik

    Werkzeuge werden in der Landwirtschaft seit Jahrtausenden eingesetzt, z.B. in Gestalt von Sensen, Harken und Pflügen. Später kamen Geräte und Fahrzeuge wie Sä- und Dreschmaschinen und Traktoren hinzu. Die Robotik spielt in der Landwirtschaft eine gewisse Rolle. Sie kann dabei helfen, Rehkitze in Getreide- und Maisfeldern zu erkennen (Kombination von Mähdrescher und Drohne), den Zustand von Beeren und Gemüsen zu beurteilen und Unkraut mechanisch zu vernichten. Ferner ist sie beim Schutz von Anbauflächen und bei der Ernte von Bedeutung. Wenn der Organismus mit Technik verschmilzt, z.B. mit Sensoren, wird der pflanzliche Cyborg geboren, und analog zu Human Enhancement und Animal Enhancement kann man auch wenn es um gentechnische Veränderungen geht von Plant Enhancement sprechen. Zudem ist hier der Begriff des Biohackings relevant.

    Kritik und Ausblick

    Häufig hat die Zerstörung der Natur, auch die der Pflanzenwelt, mit intensiver Wirtschaft zu tun. Es werden Wälder abgeholzt (mit Folgen für Klimaentwicklung, Bodenbeschaffenheit und Tierwelt), Monokulturen durchgesetzt und Arten ausgerottet. Dünger und Pestizide tragen zur Umweltverschmutzung bei. In diesem Zusammenhang sind Wirtschaft- und Umweltethik gefragt. Von Natur aus verfügen verschiedene Pflanzen über weitgehende Möglichkeiten, eine Gefahr zu identifizieren und sich gegenseitig zu informieren. Sie kommunizieren über das Wurzelwerk und die Luft. Bei allen Fähigkeiten können ihnen kaum Rechte zugesprochen werden, wohl aber Werte. Während sich eine Tierethik etablieren konnte, mit Begründungen von Pflichten direkt gegenüber Lebewesen, die Rechte haben, ist eine Pflanzenethik durchaus umstritten. Zudem können einige Aspekte, die sie verhandeln will, in der Umweltethik abgedeckt werden.

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