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Status

Definition

Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden zu einem bestimmten Zeitpunkt.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Begriff
    2. Arten
    3. Aufstellung:
    4. Kreditstatus
    5. Finanzstatus

    Begriff

    rechnungsmäßige Gegenüberstellung des Vermögens und der Schulden mit dem Zweck, betriebswirtschaftlich bedeutsame Fragen zu prüfen und zu beantworten. Mit einem Überschuldungsstatus z.B. wird geprüft, ob das Vermögen eines Unternehmens noch die Schulden deckt oder eine Überschuldung vorliegt; ein Liquiditätsstatus prüft die Liquiditätssituation eines Unternehmens; ein Vergleichsstatus wird bei insolvent gewordenen Schuldnern erstellt als Voraussetzung für die Ermittlung der Insolvenzmasse. Ausgangspunkt der Aufstellung eines Status sind i.d.R. die Daten der Buchführung bzw. der Bilanzierung.

    Arten

    nach den Anlässen der Aufstellung lassen sich unterscheiden, z.B. Status für Sanierung, Insolvenzverfahren, Liquidation, Erbschaftsauseinandersetzung, Gesellschafterauseinandersetzung (Auseinandersetzung), Gewährung von Krediten, finanzielle Überwachung (Finanzierung).

    Aufstellung:

    beginnt i.d.R. mit einer kontenweisen Zusammenstellung der Vermögensgegenstände und Schulden auf der Grundlage der aktuellen Buchführung; diese werden in einem zweiten Schritt dem jeweiligen Zweck des Status entsprechend gliederungsmäßig zusammengefasst und bewertet.

    Kreditstatus

    1. Allgemeines: Der Kreditstatus soll über Höhe, Zusammensetzung und Liquidierbarkeit des Vermögens, über Höhe und Zusammensetzung der Schulden, über bestehende Sicherheiten und frei verfügbare Teile des Vermögens und somit über die Möglichkeiten zur Schuldendeckung informieren.

    2. Gliederung: Beherrschendes Gliederungsprinzip ist das der Fristigkeit und Fälligkeit des Eigenkapitals sowie de Fremdkapitals (Kapitalherkunft) und der Vermögensgegenstände (Kapitalverwendung).

    3. Bewertung: Der Kreditstatus wird aus dem Jahresabschluss abgeleitet, wobei stille Reserven, soweit erkennbar, aufgelistet und Vermögens- und Schuldpositionen i.d.R. unter der Prämisse des Going-Concern-Prinzips nach Stichtagswerten bewertet werden.

    4. Gewinn- und Verlustrechnung: Die in den Kreditstatus gewöhnlich einbezogene Erfolgsrechnung soll Auskunft geben, ob das Unternehmen fähig ist, in ausreichendem Maße Überschüsse zu erzielen, die nach Abzug der Steuern für die Verzinsung und Tilgung bzw. Rückzahlung von Krediten u.a. Schulden zur Verfügung stehen. Dementsprechend wird bei der Aufstellung einer in den Kreditstatus einbezogenen Gewinn- und Verlustrechnung das Prinzip einer adäquaten Gliederung (z.B. nach Ergebnisbereichen in ordentliches, Finanz- und außerordentliches Ergebnis) befolgt.

    Finanzstatus

    Weicht vom Kreditstatus insofern ab, als nur bestimmte, mit den Finanzströmen des Unternehmens zusammenhängende Aktiv- und Passivposten erfasst werden. Es kommt bei dem Finanzstatus im Wesentlichen auf die Ermittlung des Liquiditätsüberschusses (oder der -unterdeckung) durch Gegenüberstellung der vorhandenen Geldmittel zu den kurzfristig fälligen Verpflichtungen an.

     

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Reinhold Hölscher
      Technische Universität Kaiserslautern,
      Lehrstuhl für Finanzdienstleistung und
      Finanzmanagement
      Ordinarius
      Prof. Dr. Wolfgang Breuer
      RWTH Aachen,
      Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,
      insb. Betriebliche Finanzwirtschaft
      Professor
      Prof. Dr. Claudia Breuer
      Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe - University of Applied Sciences
      Professorin für Finanzwirtschaft und Nachhaltigkeit
      Prof. Dr. Thilo Seyfriedt
      Hochschule Offenburg, Fakultät Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen
      Professur für ABWL sowie Finanzierung, Rechnungslegung und Steuern
      Dr. Nils Helms
      Technische Universität Kaiserslautern
      Postdoc am Lehrstuhl für Finanzdienstleistungen und Finanzmanagement

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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