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Anschlussfinanzierung

Definition

Fortsetzung der bisherigen Baufinanzierung nach Ablauf der Zinsbindungsfrist. In aller Regel ist dann noch eine Restschuld vorhanden. Früher war es branchenüblich, dass etwa sechs bis acht Wochen vor dem Ablauf der Sollzinsbindung ein neues Angebot zur Prolongation erfolgte.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Fortsetzung der bisherigen Baufinanzierung nach Ablauf der Zinsbindungsfrist. In aller Regel ist dann noch eine Restschuld vorhanden. Früher war es branchenüblich, dass etwa sechs bis acht Wochen vor dem Ablauf der Sollzinsbindung ein neues Angebot zur Prolongation erfolgte. Mit dem Risikobegrenzungsgesetz sind dazu inzwischen verbindliche Vorgaben gemacht worden. Nach Informationen der Verbraucherschützer verlängern allerdings vier von zehn Kreditnehmern ihren Baukredit bei ihrer alten Bank ohne Vergleichsangebote einzuholen. Dabei wäre es sinnvoll, sich aus eigenem Antrieb frühzeitig um eine möglichst günstige Weiterfinanzierung zu kümmern. Nur dann können in Ruhe unterschiedliche Angebote verglichen und optimale Anschlussfinanzierungen abgeschlossen werden. Der Anschlusskredit kann der aktuellen persönlichen und finanziellen Situation angepasst, Sondertilgungen können vorgenommen, eine Zinsersparnis kann zur Erhöhung der Tilgungsrate verwendet werden.  Auch ein Wechsel des Kreditgebers ist unproblematisch und mit vergleichsweise niedrigen Einmalkosten möglich.

    Fazit: Der zweite Finanzierungsabschnitt muss nicht nur genauso sorgfältig geplant werden wie der erste, mit den gemachten Erfahrungen können sogar bessere Abschlüsse getätigt werden.

    Falls der Kreditnehmer seinen Kredit nicht einfach prolongieren will, ist er gut beraten, bereits zum Zeitpunkt der Fälligkeit entweder den Kredit aus Eigenmitteln ablösen zu können oder die Finanzierungszusage eines anderen Institutes vorliegen zu haben. In den Kreditbedingungen ist meist auch geregelt, wie sich die Bank bei der Anschlussfinanzierung verhalten wird. Teilweise ist auch festgelegt, dass der Kredit zu variablen (veränderlichen) Sollzinsen weitergeführt wird, wenn der Kunde den angebotenen Konditionen nicht zustimmt. Es kann natürlich auch ein einseitiges Zinsanpassungsrecht vereinbart werden. Da für die Anschlussfinanzierung der Gesamtberatungsbedarf nicht mehr so hoch ist, sind gerade derartige Finanzierungen für Finanzierungsplattformen/Finanzmarktplätze und für Direktbanken interessant.

    Plant der Kreditnehmer bereits während der Sollzinsbindungsdauer voraus und rechnet mit steigenden Zinsen, so bietet sich auch ein Forward-Darlehen (z.B. als Volltilgerdarlehen)an. Damit können die zukünftigen Konditionen im Voraus festgeschrieben werden.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Helmut Keller
      Autor, Schuldnerberater, Referent

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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