Direkt zum Inhalt

Beobachtung

Definition

Erhebungsmethode in der Marktforschung; systematische, planmäßige Erhebung von Daten ohne Befragung. Bei der Beobachtung wird von einem oder mehreren Beobachtern von außen erkennbares Verhalten registriert.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Erhebungsmethode in der Marktforschung; systematische, planmäßige Erhebung von Daten ohne Befragung. Bei der Beobachtung wird von einem oder mehreren Beobachtern von außen erkennbares Verhalten registriert. 

    2. Arten: a) Nach dem Eingreifen des Beobachters:
    (1) Teilnehmende Beobachtung: Der Beobachter nimmt aktiv auf der gleichen Ebene wie der Beobachtete am Ablauf des Geschehens teil. Relativ selten, z.B. wenn zu beobachtendes Verhalten erst durch Versuchsleiter induziert werden muss. Stärkere Bedeutung bei der Messung von Wahrnehmung (z.B. Blickregistrierung, Hautwiderstandsmessung, Messung der Pupillenreaktion).
    (2) Nicht-teilnehmende Beobachtung: Der Beobachter greift nicht aktiv in das Geschehen ein. Relativ häufig; Anwendung v.a. im Einzelhandel, wobei die Beobachtung durch fotomechanische Apparate durchgeführt wird (z.B. Messung der Kundenfrequenzen und des Kundenstroms, Messung der Abverkäufe durch die Scanner-Technologie).

    b) Nach den Beobachtungsbedingungen:
    (1) Feldbeobachtungen: Das Verhalten der Beobachtungsobjekte wird in ihrer normalen Umgebung studiert; Beobachtungseffekte entfallen weitgehend.

    Vgl. auch Feldforschung.
    (2) Laboratoriumsbeobachtungen: Die Beobachtung erfolgt unter künstlich geschaffenen Bedingungen (Schnellgreifbühne); Beobachtungseffekte sind häufiger.

    Vgl. auch Laborforschung.

    c) Nach dem Beobachtenden: Hier ist zu unterscheiden, ob die Beobachtung durch einen Menschen stattfindet oder unter Einsatz technischer Geräte erfolgt (z.B. kann die Erfassung der Verkäufe mit Scannerkassen im Supermarkt als Beobachtung aufgefasst werden).

    3. Nachteile: Das beobachtete Verhalten erlaubt nur begrenzt einen Rückschluss auf die dahinter liegenden Beweggründe (Einstellung, Motiv, Bedarf) des Probanden. Deshalb wird die Beobachtung häufig auch mit der Befragung verknüpft, indem z.B. ein Videofilm über die Beobachtung abgespielt und der / die Beobachtete dazu befragt wird.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Beobachtung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/beobachtung-27023 node27023 Beobachtung node39843 Marktforschung node27023->node39843 node46918 systematischer Fehler node46118 Querschnittuntersuchung node44865 Regressionsanalyse node46597 Preisresponsefunktion node42054 Preisresponsemessung node42054->node27023 node42054->node46118 node42054->node44865 node42054->node46597 node39373 Längsschnittuntersuchung node42054->node39373 node45671 Soziologie node43194 Panel node45671->node43194 node45824 Panelsterblichkeit node45824->node43194 node29332 Abnehmerbefragung node29332->node43194 node43194->node27023 node43565 reaktive Messverfahren node43565->node27023 node43565->node46918 node43565->node39843 node26948 Befragung node43565->node26948 node38638 Marketingforschung node39843->node38638 node42932 Personalauswahl node41483 Interview node26948->node27023 node30682 Arbeitsanalyse node30682->node27023 node30682->node42932 node30682->node41483 node30682->node26948 node39003 Marktberichte node39003->node39843 node39100 Kundenstrukturanalyse node39100->node39843 node37033 Marktuntersuchung node37033->node39843
      Mindmap Beobachtung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/beobachtung-27023 node27023 Beobachtung node39843 Marktforschung node27023->node39843 node30682 Arbeitsanalyse node30682->node27023 node43565 reaktive Messverfahren node43565->node27023 node43194 Panel node43194->node27023 node42054 Preisresponsemessung node42054->node27023

      News SpringerProfessional.de

      • Was Bewerber garantiert abschreckt

        Sie sollen Status symbolisieren und modern daher kommen, erreichen aber das genaue Gegenteil. Arbeitsuchende empfinden englische Jobtitel häufig als unnötig aufgebläht. Keep ist simple, ist der bessere Anglizismus im Recruiting.

      • Big Brother im Büro

        Die totale Überwachung von Mitarbeitern ist längst keine negative Utopie mehr, wie sie George Orwell oder Dave Eggers in ihren Romanen heraufbeschwören. Unternehmen können bereits jetzt die Aktivitäten ihrer Angestellten rundum erfassen. Wissenschaftler warnen vor Missbrauch.

      • Private Equity in Deutschland boomt

        Unternehmen günstig kaufen und mit Gewinn verkaufen. Das ist das Konzept von Private Equity-Gesellschaften. Sie sind in Deutschland nach wie vor sehr aktiv, wie eine aktuelle Studie zeigt.

      • Zu wenig Innovation vor lauter Transformation

        Im BCG-Innovations-Ranking 2018 liegen US- und Digitalunternehmen klar vorn. Deutsche Firmen sind erst ab Platz 21 zu finden. Doch was hemmt hierzulande eigentlich die Innovationskraft?

      • Talentierte Mitarbeiter finden und binden

        Im hart gewordenen "War for Talents", in dem Fachkräfte begehrter denn je sind, vergessen Unternehmen offenbar, auf die internen Talente zu setzen. Dabei schlummern in der Belegschaft oft ungeahnte Potenziale.

      • Digitalisierung in betrieblicher Altersvorsorge angekommen

        Mittlerweile ist die Digitalisierung auch in der betrieblichen Altersvorsorge angekommen. Die aktuelle Mercer-Studie deckt Details auf und erklärt, wieso sich zwei Drittel der befragten Unternehmen eine digitale Informationsplattform wünschen.

      • Industrie 4.0 – und Schicht im Schacht?

        Je nach Standpunkt und Blickwinkel scheint der Trend zu Digitalisierung und Vernetzung der Industrie zur Industrie 4.0 positive oder negative Auswirkungen auf die Arbeitsplatzentwicklung zu versprechen. Wirtschaftsforscher haben jetzt eine Gesamtschau versucht.

      • Agile Führung zur Stärkung der Veränderungsintelligenz

        Braucht Agilität überhaupt noch Führung? Oder sind Führung und Agilität nicht ein Widerspruch in sich? Wie das Konzept der Veränderungsintelligenz zeigt, hängt die Antwort vom jeweiligen Agilitätskontext ab, so Gastautorin Antje Freyth.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst
      GfK SE
      Vorsitzender des Vorstands
      Prof. Dr. Günter W. Maier
      Universität Bielefeld,
      Fakultät für Psychologie, Sportwissenschaften
      Abteilung für Psychologie
      Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie
      Regina Nissen
      IPP-Institut GmbH
      Geschäftsführung

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Mit der Röntgenkleinwinkelstreuung lassen sich Menge und Größe von Nanopartikeln in Proben messen. Zu diesem Zweck haben nun Forscher der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung ein einzigartiges Gerät in Betrieb nehmen können.
      Die Autoren nähern sich dem Begriff der Resilienz aus einer rechtssoziologischen Perspektive. Gemeinhin gilt das Recht dann als resilient, wenn es durch einen hohen Grad von Unbestimmtheit ad hoc-Entscheidungen ermöglicht, um damit gegenwärtigen …
      Um eine Gliederung der zahlreichen Beobachtungsverfahren zu ermöglichen, werden zunächst die Begriffe „statisch“ und „kinematisch“ erläutert.

      Bücher auf springer.com

      versandkostenfrei von springer.com

      Sachgebiete