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Müller-Armack

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Alfred, 1901–1978, Nationalökonom und Kultursoziologe. Nach Studium, Promotion (1923) und Habilitation (1926) in Köln wechselte er 1938 an die Universität Münster und wurde dort 1940 Ordinarius für Nationalökonomie und Kultur-, bes. Religionssoziologie. 1950–1958 war er Ordinarius für Wirtschaftliche Staatswissenschaften und Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln.

    In Abkehr vom klassischen Liberalismus entwickelte Müller-Armack neben der Freiburger Schule früh das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft und prägte deren Begriff. Diese war für ihn ein anthropologisch fundierter Gesellschaftsentwurf, der die Freiheit des Marktes mit dem Prinzip des sozialen Ausgleichs verbindet. In ihrem Mittelpunkt steht der Verbraucher; der Staat gewährleistet und gestaltet die Wettbewerbsordnung. Müller-Armack entwickelte das Konzept in seinem umfangreichen wissenschaftlichen und publizistischen Werk und vertrat es als enger Mitarbeiter Erhards im Bundeswirtschaftsministerium. Dort war er 1952–1958 Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik, danach der neu gegründeten Europa-Abteilung und Staatssekretär (CDU). Er engagierte sich bes. bei Gründung und Aufbau der EWG und bei der Rückkehr zur Konvertibilität 1958. Er gab dem Prozess der europäischen Integration nachhaltige Impulse, u.a. als Präsident des konjunkturpolitischen Ausschusses der EWG 1960–1963 und als Verwaltungsratsmitglied der Europäischen Investitionsbank (EIB) 1958–1977. Er trat früh für die Aufnahme Großbritanniens in die EWG, für deren Verbindung mit der EFTA und für die Assoziierung der überseeischen Gebiete ein. Als 1963 die Aufnahme Großbritanniens scheiterte, reichte Müller-Armack seinen Rücktritt ein. Er lehrte bis 1969 in Köln. 1966–1968 war er Aufsichtsratsmitglied bzw. -vorsitzender der Rheinstahl AG, 1977–1978 Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung.

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