Direkt zum Inhalt

Mediaselektionsmodelle

(weitergeleitet von AD-ME-SIM)
Definition

Modelle zur Auswahl von Werbeträgern.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Modelle, mit denen im Rahmen der Mediaplanung eine optimale und zielorientierte Auswahl an Werbeträgern gefunden werden soll.

    2. Grundtypen: a) Rangreihenverfahren (Ranking): Bei diesen Programmen wird versucht, eine Rangfolge der für eine bestimmte Werbekampagne am besten geeigneten Werbeträger zu ermitteln.

    Vgl. auch Tausenderpreis, VIP-Modell.

    b) Evaluierungsmodelle (Bewertungsmodelle): Im Zusammenhang mit Evaluierungsverfahren erfolgt eine Bewertung vorgegebener Streupläne auf der Basis bestimmter Zielkriterien. Man begnügt sich damit, den für das jeweilige Anliegen relativ besten Plan zu identifizieren. Errechnet wird die Kontaktverteilung und ggf. auch der Leistungswert.

    Unabhängige Variablen: Festlegung des/ der zu testenden Planes/ Pläne, der Zielgruppe, evtl. der Mediagewichte und der Werbewirkungsfunktion.

    Abhängige Variablen: Kontaktverteilungskurve (Wie viele Personen der Zielgruppe sind mit welcher Häufigkeit erreicht worden?), um die Ermittlung des Leistungswertes eines Plans durch die Verrechnung der Kontaktverteilung mit der Werbewirkungsfunktion sowie in den überwiegenden Fällen die Eruierung der Kosten des Plans in Relation zur Leistung festzustellen.

    c) Optimierungsmodelle: Modelle, die darauf angelegt sind, Pläne zu erarbeiten, die dem Planungsoptimum entsprechen. Dies kann z.B. durch lineare Optimierung geschehen. Implizit muss ein Evaluierungsmodell die Pläne bewerten, die das Optimierungsmodell generiert.

    d) Evaluierungs- und Optimierungsmodellen ist gemeinsam, dass sie nicht nur von der gleichen Modellvorstellung ausgehen, sondern auch das gleiche Datenmaterial zugrunde legen (Umfrage, deren Ergebnisse modelladäquat formuliert sein müssen). Außer diesen gleichen Basisdaten besteht eine weitere Gemeinsamkeit in zwei Elementen der Anweisung durch den Benutzer: die Definition der Zielgruppe und die Bestimmung der Werbewirkungsfunktion.

    3. Weitere Entwicklung: Mit den Mediaselektionsmodellen ist es gelungen, einen Teilbereich der werblichen Realität in kohärenter Weise zu formalisieren (zu simulieren). Sie erscheinen als Fragment möglicher Marketingmodelle. Vorstellbar ist heute schon ein Marketing-Mikro-Modell, das das Konsumverhalten des Verbrauchers integriert, indem neben seinen Verhaltensweisen auch seine Einstellungen in das Modell aufgenommen werden, um ein verkleinertes und vereinfachtes Abbild des Marktes zu erhalten; v.a. steht dabei die Frage im Vordergrund, wie sich Einstellungen (Image) und Verhaltensweisen den Produkten und Marken gegenüber im Feld der werblichen und sozialen Kommunikationsströme verschieben. Damit könnten die Mediaselektionsmodelle nicht nur als Planungswerkzeug, sondern v.a. auch als Kontroll- und Prognoseinstrument eine Verwendung finden.

    Vgl. auch Mediaanalyse, Streuung, Werbeforschung, Werbeziele.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Mediaselektionsmodelle Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/mediaselektionsmodelle-39125 node39125 Mediaselektionsmodelle node50740 Tausenderpreis node39125->node50740 node49606 Werbeforschung node39125->node49606 node39202 Mediaplanung node39125->node39202 node49511 Werbeträger node39125->node49511 node37892 Mediaanalyse node39125->node37892 node50740->node37892 node43111 Streuplan node43111->node39125 node39777 Mediaselektion node39777->node39125 node39777->node43111 node39777->node49511 node39777->node37892 node39049 Media node39777->node39049 node42373 Strukturanpassungsprogramm (SAP) node43842 SAP node43842->node39125 node43842->node42373 node49606->node37892 node40136 Intramediaselektion node40136->node37892 node43301 Streuung node39202->node43301 node39202->node39049 node37892->node49511 node47804 Werbeplanung node47804->node39202 node48082 Werbeagentur node48082->node39202 node43301->node39125 node37710 Marketingmodelle node37710->node39125
      Mindmap Mediaselektionsmodelle Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/mediaselektionsmodelle-39125 node39125 Mediaselektionsmodelle node39202 Mediaplanung node39125->node39202 node37892 Mediaanalyse node39125->node37892 node43842 SAP node43842->node39125 node39777 Mediaselektion node39777->node39125 node37710 Marketingmodelle node37710->node39125

      News SpringerProfessional.de

      • Utility 4.0 – mehr als eine Worthülse?

        Vierpunktnull auf Teufel komm raus. Kein Themengebiet scheint heute ohne das Zahlenkürzel '4.0' auszukommen. Mit Utility 4.0 ist dieses Phänomen nun auch im Energiesektor angekommen. Zu Recht?

      • Das blaue Jobwunder der Digitalisierung

        Immer mehr Studien prognostizieren, dass die digitale Transformation insgesamt keine Arbeitsplätze kostet. Denn es entstehen auch jede Menge neue Jobs. Die erfordern jedoch andere Kompetenzen.

      • Starke Teams lassen Risiken zu

        "Werde eins mit deinem Projekt", proklamierte vor Jahren eine Baumarktkette. Ein kerniger Slogan, der seine Parallele in einer Google-Studie findet: Teammitglieder die risikobereit in ihrer Aufgabe aufgehen, arbeiten effektiver.

      • "Freibeträge in Abfindungsregelungen wieder einführen"

        Seit 1. Januar gilt die Institutsvergütungsverordnung (IVV). Mit ihr wurden in erster Linie die Anforderungen der Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA für eine solide Vergütungspolitik in deutsches Recht umgesetzt. Wie sich das auf die Personal- und Abfindungsstrategien bei den Banken auswirkt, erklärt Jurist Christoph Abeln im Interview.

      • So teuer wird der Fachkräftemangel

        Dass der Fachkräftemangel die deutsche Wirtschaft bremst, ist nicht neu. Allerdings war bislang nicht klar, wie sehr fehlendes Personal zu Buche schlägt. Einer Studie zufolge drohen bis zum Jahr 2030 wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. 

      • KMU zögern bei tiefgreifender Digitalisierung

        Der digitale Wandel wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben das nicht vollends erkannt, weshalb sie sich auf die Optimierung einzelner interner Prozesse versteifen.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch
      Universität Gießen,
      FB Wirtschaftswissenschaften,
      Fak. BWL I
      Inhaber der Professur für Marketing

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Die theoretische Betrachtung der Messewirkungen hat gezeigt, daß die Beteiligung an einer Messe der Wahl einer Arena entspricht, in der der Anbieter sich den auf der Messe vertretenen Nachfragern und Wettbewerbern stellen will. Die Nachfrager, die …

      Sachgebiete