Direkt zum Inhalt

Durchschnittskosten

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Durchschnittskosten sind die durchschnittlich auf eine Leistungseinheit entfallenden Gesamtkosten (Kosten). Betrachtungsobjekt kann dabei ein einzelner Auftrag, Kostenplatz, eine einzelne Charge, Serie oder Kostenstelle, aber auch das Gesamtunternehmen sein.

    2. Ermittlung: Liegt nur eine Leistungsart vor, lassen sich die Durchschnittskosten durch eine einfache Division ermitteln (Divisionskalkulation). Werden mehrere Leistungsarten nebeneinander erstellt, muss man diese rechnerisch vergleichbar machen, etwa indem man die Durchschnittskosten einer Beschäftigungseinheit (Beschäftigung) ermittelt und damit die leistungsartspezifische Inanspruchnahme der Beschäftigung gewichtet.

    3. Bedeutung: Die Ermittlung von Durchschnittskosten, d.h. die gleichmäßige Belastung einzelner Kalkulationsobjekte, ist vom Grundsatz her das beherrschende Verteilungsprinzip der traditionellen Vollkostenrechnung. Es findet sich in allen gebräuchlichen Kalkulationsverfahren (Kalkulation) und Verfahren zur Verrechnung innerbetrieblicher Leistungen (innerbetriebliche Leistungsverrechnung) wieder. Aufgrund der „Gerechtigkeit” der Kostenverteilung werden die Preise vieler öffentlicher Leistungen in Höhe der Durchschnittskosten festgelegt.

    4. Kritik: Zur Ermittlung der Durchschnittskosten werden neben variablen Kosten (bzw. Einzelkosten) auch fixe Kosten (bzw. Gemeinkosten) den einzelnen Leistungseinheiten zugerechnet. Dies bedeutet jedoch eine Kostenschlüsselung (Gemeinkostenschlüsselung).

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Durchschnittskosten Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/durchschnittskosten-31945 node31945 Durchschnittskosten node43925 Serie node31945->node43925 node39327 Kosten node31945->node39327 node46645 Produktionstheorie node44864 Produktions- und Kostentheorie node46645->node44864 node44998 Output node45598 Produktionsfaktoren node44864->node31945 node44864->node44998 node44864->node45598 node34979 Ertragsgesetz node29773 Beschäftigung node29773->node31945 node45678 Stückkosten node45678->node31945 node45456 progressive Kosten node45456->node31945 node45456->node34979 node45456->node29773 node45456->node45678 node33359 fixe Kosten node33359->node31945 node43772 Preisuntergrenze node49242 variable Kosten node49242->node31945 node43172 Serienproduktion node43925->node43172 node45388 Sorte node43925->node45388 node50403 unmittelbar kundenorientierte Produktion node43925->node50403 node27316 Betriebsminimum node27316->node31945 node27316->node33359 node27316->node43772 node27316->node49242 node43215 sonstige betriebliche Aufwendungen node43215->node39327 node43495 Personalcontrolling node43495->node39327 node40911 Leistung node40911->node39327 node30171 Abgrenzung node39327->node30171 node27289 Auflegungszeitpunkt node27289->node43925 node45651 partielle Produktionselastizität node45651->node44864
      Mindmap Durchschnittskosten Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/durchschnittskosten-31945 node31945 Durchschnittskosten node43925 Serie node31945->node43925 node39327 Kosten node31945->node39327 node27316 Betriebsminimum node27316->node31945 node45456 progressive Kosten node45456->node31945 node44864 Produktions- und Kostentheorie node44864->node31945

      News SpringerProfessional.de

      • Was Arbeit in Europa kostet

        Für eine Arbeitsstunde zahlt die deutsche Wirtschaft durchschnittlich 34,1 Euro. Doch bei den Arbeitskosten gibt es zwischen den EU-Mitgliedstaaten deutliche Unterschiede: Es geht noch teurer – aber auch viel billiger.

      • "Das Silicon Valley ist nicht über Nacht entstanden"

        Wenn es ein Digitalisierungs-Mekka gibt, in das deutsche Manager pilgern, ist es das Silicon Valley. Was Unternehmen von den US-Vorreitern lernen und ob sie die 180-Grad-Wende schaffen können, beantworten Sven Grote und Rüdiger Goyk im Gespräch.

      • Utility 4.0 – mehr als eine Worthülse?

        Vierpunktnull auf Teufel komm raus. Kein Themengebiet scheint heute ohne das Zahlenkürzel '4.0' auszukommen. Mit Utility 4.0 ist dieses Phänomen nun auch im Energiesektor angekommen. Zu Recht?

      • Das blaue Jobwunder der Digitalisierung

        Immer mehr Studien prognostizieren, dass die digitale Transformation insgesamt keine Arbeitsplätze kostet. Denn es entstehen auch jede Menge neue Jobs. Die erfordern jedoch andere Kompetenzen.

      • Starke Teams lassen Risiken zu

        "Werde eins mit deinem Projekt", proklamierte vor Jahren eine Baumarktkette. Ein kerniger Slogan, der seine Parallele in einer Google-Studie findet: Teammitglieder die risikobereit in ihrer Aufgabe aufgehen, arbeiten effektiver.

      • "Freibeträge in Abfindungsregelungen wieder einführen"

        Seit 1. Januar gilt die Institutsvergütungsverordnung (IVV). Mit ihr wurden in erster Linie die Anforderungen der Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA für eine solide Vergütungspolitik in deutsches Recht umgesetzt. Wie sich das auf die Personal- und Abfindungsstrategien bei den Banken auswirkt, erklärt Jurist Christoph Abeln im Interview.

      • So teuer wird der Fachkräftemangel

        Dass der Fachkräftemangel die deutsche Wirtschaft bremst, ist nicht neu. Allerdings war bislang nicht klar, wie sehr fehlendes Personal zu Buche schlägt. Einer Studie zufolge drohen bis zum Jahr 2030 wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. 

      • KMU zögern bei tiefgreifender Digitalisierung

        Der digitale Wandel wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben das nicht vollends erkannt, weshalb sie sich auf die Optimierung einzelner interner Prozesse versteifen.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber
      WHU – Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling (IMC)
      Direktor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Block 1 1. Die Grenzkosten schneiden die variablen Durchschnittskosten in deren Minimum. 2. Die Produzentenrente entspricht dem Gewinn plus den variablen Kosten. 3. Ein Unternehmen wird kurzfristig so lange eine positive Menge im Markt anbieten …
      Das theoretische Ideal der Volkswirtschaftslehre ist das Modell der vollständigen Konkurrenz. Wegen der hohen Anforderungen an dieses Modell gibt es in der Realität nur wenige Märkte, die diesem Ideal entsprechen. Die Digitalisierung kann die …
      In Abbildung 3.1 sehen Sie das Ergebnis einer Befragung von Studenten (und einem Dozenten, zusammen Klasse genannt) zu ihren Lieblingsmusikern. Sie erkennen sofort: Jedes Klassenmitglied ist Fan eines Musikers und jedem Fan wird ein Musiker …

      Sachgebiete