Direkt zum Inhalt

Spezifikation

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Informatik
    2. Ökonometrie

    Informatik

    Begriff aus dem Software Engineering; zahlreiche unterschiedliche Bedeutungen.

    1. Phase im Softwarelebenszyklus:
    (1) Synonym für Anforderungsdefinition;
    (2) Synonym für Entwurf;
    (3) je nach Phasenmodell auch eine Phase mit Aufgaben aus
    (1) und (2).

    2. Dokument:
    (1) Beschreibung des Leistungsumfangs eines Softwareprodukts; auch als Systemspezifikation bezeichnet;
    (2) Synonym für Pflichtenheft;
    (3) Definition der Aufgabe eines Moduls.

    3. Konzept bei der Softwareentwicklung: Für ein Modul wird durch die Spezifikation zunächst seine Aufgabe detailliert festgelegt (das „Was”); auf Grundlage der Spezifikation erfolgt dann die Implementierung des Moduls (das „Wie”). Ein Grundprinzip des Software Engineering fordert, dass Spezifikation und Implementierung strikt getrennt werden.

    4. Methode zur Entwicklung und Darstellung einer Spezifikation.

    Arten: informale Spezifikation, halbformale Spezifikation und formale Spezifikation.

    Ökonometrie

    Phase der ökonometrischen Modellentwicklung, in der ein wirtschaftstheoretisch begründetes und statistisch schätzbares Modell (Schätzmodell) festgelegt wird. Es werden die abhängigen Variablen (Variable, endogene) und die erklärenden Variablen (Variable, exogene) sowie deren funktionaler Zusammenhang durch die Funktionalform des Schätzungsmodells bestimmt. Die Box-Cox-Transformation ermöglicht es, die Wahl der Funktionalformen aus der Phase der Spezifikation herauszunehmen und durch die Schätzung der Funktionsformparameter zu ersetzen. Probleme können bei der Wahl der geeigneten exogenen Variablen, bei der empirischen Operationalisierung der Variablen sowie bei der Aggregation des Modells (Aggregation) auftreten.

    Die Spezifikation eines ökonometrischen Modells basiert immer auf einem ökonomischen Modell und kann daher stets nur so gut sein wie das zugrunde liegende ökonomische Modell. Die Spezifikation des stochastischen Teils des Modells geht davon aus, dass der systematische Teil des Modells korrekt spezifiziert ist. Für die Beobachtungs- und Messfehler bzw. im Regelfall für die Störvariablen werden stochastische Spezifikationen gewählt, die die Ableitung von Schätz- und Testfunktionen mit wünschenswerten Eigenschaften ermöglichen und die mit den Annahmen bez. des systematischen Teils des Modells kompatibel sind. Nicht alle diese stochastischen Annahmen sind jedoch einer Überprüfung zugänglich (Spezifikationsfehlertest). Für eine Reihe von Fällen gibt es robuste Verfahren, die nur in geringem Maße auf eine Verletzung gewisser Verteilungsannahmen reagieren. Die Spezifikation eines ökonometrischen Modells wird i.d.R. in einem aufwendigen Trial-and-Error-Prozess gefunden.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Spezifikation Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/spezifikation-42460 node42460 Spezifikation node42556 Spezifikationsfehlertest node42460->node42556 node42515 Software Engineering node42460->node42515 node36085 Kleinstquadratemethode gewöhnliche node42556->node36085 node36006 Einzelgleichungsmodell node42556->node36006 node44629 ökonometrisches Modell node42556->node44629 node31758 Bestimmtheitsmaß node52101 Residuen node44852 Regressionsmodell node52108 Schwarz-Informationskriterium node52108->node42460 node52108->node31758 node52108->node52101 node52108->node44852 node44629->node42460 node37305 Information Hiding node37305->node42515 node41528 Modulschnittstelle node41528->node42460 node48962 Zugriffsoperation node41528->node48962 node29901 Benutzer node41528->node29901 node40077 Modul node41528->node40077 node35268 halbformale Spezifikation node35268->node42460 node35268->node42515 node44838 Schnittstelle node44838->node42515 node45585 Software node42515->node45585 node40077->node42460 node52036 Akaike-Informationskriterium node52036->node42460 node52036->node52101 node52036->node44852 node52036->node52108
      Mindmap Spezifikation Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/spezifikation-42460 node42460 Spezifikation node42515 Software Engineering node42460->node42515 node42556 Spezifikationsfehlertest node42460->node42556 node41528 Modulschnittstelle node41528->node42460 node52108 Schwarz-Informationskriterium node52108->node42460 node52036 Akaike-Informationskriterium node52036->node42460

      News SpringerProfessional.de

      • Utility 4.0 – mehr als eine Worthülse?

        Vierpunktnull auf Teufel komm raus. Kein Themengebiet scheint heute ohne das Zahlenkürzel '4.0' auszukommen. Mit Utility 4.0 ist dieses Phänomen nun auch im Energiesektor angekommen. Zu Recht?

      • Das blaue Jobwunder der Digitalisierung

        Immer mehr Studien prognostizieren, dass die digitale Transformation insgesamt keine Arbeitsplätze kostet. Denn es entstehen auch jede Menge neue Jobs. Die erfordern jedoch andere Kompetenzen.

      • Starke Teams lassen Risiken zu

        "Werde eins mit deinem Projekt", proklamierte vor Jahren eine Baumarktkette. Ein kerniger Slogan, der seine Parallele in einer Google-Studie findet: Teammitglieder die risikobereit in ihrer Aufgabe aufgehen, arbeiten effektiver.

      • "Freibeträge in Abfindungsregelungen wieder einführen"

        Seit 1. Januar gilt die Institutsvergütungsverordnung (IVV). Mit ihr wurden in erster Linie die Anforderungen der Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA für eine solide Vergütungspolitik in deutsches Recht umgesetzt. Wie sich das auf die Personal- und Abfindungsstrategien bei den Banken auswirkt, erklärt Jurist Christoph Abeln im Interview.

      • So teuer wird der Fachkräftemangel

        Dass der Fachkräftemangel die deutsche Wirtschaft bremst, ist nicht neu. Allerdings war bislang nicht klar, wie sehr fehlendes Personal zu Buche schlägt. Einer Studie zufolge drohen bis zum Jahr 2030 wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. 

      • KMU zögern bei tiefgreifender Digitalisierung

        Der digitale Wandel wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben das nicht vollends erkannt, weshalb sie sich auf die Optimierung einzelner interner Prozesse versteifen.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Richard Lackes
      Technische Universität Dortmund,
      LS für Wirtschaftsinformatik
      Universitätsprofessor
      Dr. Markus Siepermann
      Technische Universität Dortmund,
      LS für Wirtschaftsinformatik
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter
      Prof. Dr. Horst Rottmann
      Hochschule für Angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden
      Professor für Volkswirtschaftslehre, Finanzmärkte und Statistik
      PD Dr. Benjamin R. Auer
      Universität Leipzig, CESifo München
      Research Affiliate

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Signaturen; Zusammenhang mit kontextfreien Grammatiken; Axiome; Prädikatenkalkül; Gleichungskalkül; Spezifikationen; Algebren; Algebra-Morphismen; Auswertung von Termen; Modelle von Formeln; die ADT-Operatoren MOD und ISOCLOSE; Unteralgebren; …
      In diesem Kapitel werden die bei der Behandlung einer von einem Benutzer erstellten ASL-Spezifikation notwendigen Transformationen vorgestellt. Ausführliche Beschreibungen zu den einzelnen Bearbeitungsschritten der Anwendungs- und …

      Bücher auf springer.com

      versandkostenfrei von springer.com

      Sachgebiete