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Auflösung

Definition

Auflösung eines Arbeitsverhältnisses (Arbeitsrecht) oder einer Handelsgesellschaft (Handelsrecht).
Buchführung/Bilanzierung: Berichtigung von stillen Rücklagen.
Wirtschaftsinformatik: Anzahl der für die Darstellung zur Verfügung stehenden Bildpunkte eines Bildschirms oder einer gedruckten Grafik.

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Allgemein
    2. Arbeitsrecht
    3. Handelsrecht
    4. Buchführung/Bilanzierung
    5. Wirtschaftsinformatik

    Allgemein

    Trennung vertraglich begründeter Beziehungen.

    Arbeitsrecht

    Auflösung eines Arbeitsverhältnisses:
    (1) durch ordentliche Kündigung;
    (2) durch außerordentliche Kündigung;
    (3) im beiderseitigen Einvernehmen (Aufhebungsvertrag);
    (4) durch Zeitablauf (befristeter Arbeitsvertrag).

    Vgl. auch Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
    (5) Durch Urteil des Arbeitsgerichts auf Antrag des Arbeitgebers oder -nehmers gemäß § 9 KSchG, wenn die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zumutbar ist unter gleichzeitiger Verurteilung des Arbeitgebers auf Zahlung einer Abfindung. Ist eine außerordentliche Kündigung vorausgegangen, kann der Antrag auf Auflösung nur durch den Arbeitnehmer gestellt werden (§ 13 KSchG).

    Handelsrecht

    Auflösung einer Handelsgesellschaft.

    1. Grund: Ablauf der im Gesellschaftsvertrag vorgesehenen Zeit, durch Beschluss der Gesellschafter, Eröffnung der Insolvenz über das Vermögen der Gesellschaft bzw. Abweisung mangels Masse, z.T. auch gerichtliche Entscheidung nach Auflösungsklage. Bei Personengesellschaften noch zusätzlich denkbar: Löschung wegen Vermögenslosigkeit (§§ 131 II Nr. 2 HGB, 394 FamFG).

    2. Wirkung: Die Gesellschaft hört nicht auf zu bestehen, lediglich der bisherige Gesellschaftszweck fällt weg (Abwicklungsgesellschaft). An die Stelle der geschäftsführenden und vertretungsberechtigten Gesellschafter treten die Abwickler bis zur Vollbeendigung (Vollbeendigung einer Gesellschaft). I. d. R. ist eine Anmeldung der Auflösung beim Handelsregister erforderlich (z. B. § 143 HGB).

    Die steuerliche Rechtsfähigkeit erlischt erst mit vollständiger Ausschüttung des Vermögens an die Gesellschafter, frühestens mit Ablauf des gesetzlich vorgeschriebenen Sperrjahres. Bei Ermittlung des gemeinen Wertes von Anteilen an Gesellschaften, die sich in Liquidation befinden, ist nur vom Vermögenswert auszugehen; Ertragsaussichten sind außer Acht zu lassen (Bewertung).

    Vgl. auch Abwicklung, Liquidation.

    Buchführung/Bilanzierung



    Berichtigung von stillen Rücklagen durch Auflösung.

    1. Die Bildung von stillen Reserven kann geschehen
    a) durch Unterbewertung von Aktiven (bes. im Anlage- und Vorratsvermögen) oder
    b) durch Überbewertung von Passiven (bes. Rückstellungen).

    2. Die Auflösung kann erfolgen
    a) durch Umwandlung in offene Rücklagen, z.B. durch Höherbewertung der unterbewerteten Aktiven mithilfe von Zuschreibungen, z.B. bei Ausscheiden eines Gesellschafters (Aktivum an Kapital NN);
    b) durch Veräußerung der Aktiven an Aktivum. Die Differenz zwischen Buch- und Veräußerungswert ist die aufgelöste stille Rücklage, die als außerordentlicher oder sonstiger betrieblicher Ertrag ergebniserhöhend zu erfassen ist.

    Die Auflösung der stillen Rücklage erfolgt still, wenn sich der tatsächliche Wert des Aktivums dem Buchwert angeglichen hat.

    Auflösung von Rückstellungen (§ 249 Abs. 2, S. 2 HGB): Soweit der Grund für die Bildung einer Rückstellung entfallen ist, muss ein eventuell verbleibendender Restbetrag ergebniserhöhend aufgelöst (ausgebucht) werden. Dies geschieht in der Regel unter der Bezeichnung "Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen" im Rahmen der "Sonstigen betrieblichen Erträge".

    Wirtschaftsinformatik

    Anzahl der für die Darstellung zur Verfügung stehenden Bildpunkte eines Bildschirms oder einer gedruckten Grafik; i.Allg. ausgewiesen durch „Anzahl horizontaler · Anzahl vertikaler Bildpunkte” (Pixel) pro Raumeinheit.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Dr. Jörg Berwanger
      STEAG New Energies GmbH, Saarbrücken
      Commercial Project Manager
      Prof. Dr. Richard Lackes
      Technische Universität Dortmund,
      LS für Wirtschaftsinformatik
      Universitätsprofessor
      Dr. Markus Siepermann
      Technische Universität Dortmund,
      LS für Wirtschaftsinformatik
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter
      RA Dr. Joachim Wichert
      aclanz – Partnerschaft von Rechtsanwälten
      Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
      Prof. Dr. Thilo Seyfriedt
      Hochschule Offenburg, Fakultät Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen
      Professur für ABWL sowie Finanzierung, Rechnungslegung und Steuern

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Wenn eine Vorlage gescannt und im Computer gespeichert wird, wird sie in Pixel umgewandelt. Die Scanauflösung ist definiert als Anzahl von Pixeln pro Längeneinheit, d.h. pro Zoll oder Zentimeter.
      Wenn ein Original gescannt und im Computer gespeichert wird, wird es in Pixel umgewandelt. Die Scan-Auflösung ist definiert als die Anzahl von Pixeln pro Längeneinheit, d.h. pro Zoll oder Zentimeter.

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